Fehlerwissen gezielt nutzen - fehlerbasiertes Testen mit Fehlermodellen

Agiles Testen

  • 29.02.2016
  • ab 18:30 Uhr
  • kostenfrei
  • Literaturhaus München
  • Salvatorplatz 1
  • 80333 München
Abstract

Beim Testen werfen Softwareentwickler nach Abschluss der vorgeschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen zumeist noch einen „letzten Blick“ auf das getestete Artefakt. Dieser letzte Blick enthüllt dann potentielle Fehler, die Aufgrund von persönlichem Wissen und Erfahrung erkannt werden. Anschließend erstellte Testfälle zielen genau auf die gefundenen potentiellen Fehler ab und sind imstande Evidenz zu tatsächlichen Fehlern zu liefern. Zusätzlich gibt es Testverfahren um Fehlerwirkungen zu erzeugen, die Softwareentwickler aus Wissen und Erfahrung anwenden. In beiden Fällen hängt die Effektivität der so erstellten Testfälle stark von der Expertise der jeweiligen Softwareentwickler ab.

Fehlermodelle beschreiben häufige und wiederkehrende Fehler sowie Methoden zur Erzeugung von Fehlerwirkungen. Durch Operationalisierung von Fehlermodellen können (semi-)automatische Testfallgeneratoren abgeleitet werden. Dies dient zur systematischen Erstellung von effektiven fehlerbasierter Tests, die Expertenwissen einkapseln und gezielt anwenden. Zur Einbettung in existierende Qualitätssicherungsprozesse existiert das Fehlermodell-Lebenszyklus-Framework. Der Vortrag stellt Qualitätssicherung mit Fehlermodelle vor und illustriert deren effektiven Einsatz beim Testen in der Praxis anhand mehrere Operationalisierungen.

Referenteninformation
Dominik Holling

Dominik Holling ist seit 2012 am Lehrstuhl Software Engineering der TUM (Prof. Pretschner) in den Gebieten des fehler- und modellbasierten Testens und der symbolischen Ausführung tätig. Insbesondere arbeitet er an Wissensmanagement in der Qualitätssicherung und Prozessverbesserung durch deren frühe Involvierung. Er ist Mitglied im Conference Board des German Testing Day und strategischer IT-Berater zur Prozessverbesserung im Bereich Qualitätssicherung.

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