Entwicklertag IT-Innovationen

Werkzeuggestützte Qualitätsvorhersage für serviceorientierte Architekturen

Michael Hauck

Dieser Vortrag steht als PDF-Dokument zur Verfügung.

Neben der Umsetzung funktionaler Eigenschaften werden heutzutage zahlreiche weitere Anforderungen an die Softwareentwicklung gestellt. Dazu gehören unter anderem die Berücksichtigung extra-funktionaler Eigenschaften wie z.B. Performanz, Zuverlässigkeit und Wartbarkeit, sowie die Weiterentwicklung von Legacy-Systemen.

Im EU-Projekt Q-ImPrESS wird ein werkzeuggestützter Ansatz entwickelt, der es erlaubt, serviceorientierte Architekturen zu entwickeln und dabei Softwareanalysen in Bezug auf extra-funktionale Eigenschaften durchzuführen. Hierzu wurde ein Service-Architektur-Modell erstellt, welches eine Transformation in diverse Analysemodelle erlaubt. So können bereits während des Designs Aussagen über extra-funktionale Eigenschaften einer Software getroffen und im Rahmen einer Trade-off-Analyse gegeneinander abgewogen werden. Des Weiteren ermöglicht der Ansatz das Reverse-Engineering von Legacy-Systemen. Hierzu wurde ein Werkzeug entwickelt, dass nach einer Quellcode-Analyse eine Architektur des Legacy-Systems ableitet und in ein Service-Architektur-Modell überführt.

Im Rahmen des Projektes wird der Ansatz auf drei verschiedene Domänen angewendet, in denen Serviceorientierung angestrebt wird: Geschäftsanwendungen, Produktionskontrollsysteme und Telekommunikationsinfrastrukturen.

Der Referent:

Michael Hauck Michael Hauck studierte von 2002 bis 2009 Informatik an der Universität Karlsruhe (TH). Seit 2009 ist er am FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe im Bereich Software Engineering als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit Software-Performanzvorhersage und modellbasierter Analyse von Software-Qualitätseigenschaften. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit fertigt er derzeit seine Promotion im Bereich Performanzvorhersage virtualisierter Systeme an.