Software by Numbers – oder Tech2Biz und zurück
Dr.-Ing. Oliver Ciupke, Lexware GmbH & Co. KG
Der Vortrag steht als PDF Dokument zum Download bereit.
Auf eine Entwicklungsabteilung strömen täglich die unterschiedlichsten Anforderungen zu ihrer Software ein. Neben Kundenwünschen sind dies auch Qualitäts-, Design- oder Prozessverbesserungen und ab und zu die Idee für ein ganz neues Produkt. Was von den vielen Dingen soll gemacht werden, was besser nicht? Welche Dinge wären zwar wünschenswert, müssen aber gegenüber anderen zurückstehen? Besonders schwierig ist die Entscheidung, wenn sie zwischen Äpfeln und Birnen getroffen werden muss; wenn sich beispielsweise die Frage stellt, ob nun Architekturverbesserungen oder Features dringender sind. Wie setzt man die richtigen Prioritäten?
Software by Numbers ist eine Methode, die den Softwareprozess mit einer Investitionsrechnung verknüpft. Konkurrierende Anforderungen werden so vergleichbar. Teil des Ansatzes ist die Incremental Funding Method. Sie nutzt das agile Prinzip, wonach bereits nach den Iterationen auslieferungsfähige Systeme zur Verfügung stehen. Dadurch kann der Kundennutzen früher realisiert und damit optimiert werden. Wie die meisten Methoden funktioniert allerdings auch Software by Numbers nicht direkt aus dem Buch. Hier soll gezeigt werden, wie man die Ideen praxistauglich macht und im Projekt einsetzen kann. Die gute Nachricht: Es geht meistens sogar einfacher!
Der vielleicht interessanteste Vorteil dieser und ähnlicher Methoden stellt sich eher nebenbei heraus: Durch die Verknüpfung softwaretechnischer und wirtschaftlicher Ansätze bekommt man plötzlich eine Sprache, mit der sich "Tech"- und "Biz"-Leute gegenseitig verstehen. Beiden fällt es leichter, Entscheidungen der jeweils anderen nachzuvollziehen.
Dr.-Ing. Oliver Ciupke arbeitete nach dem Studium der Informatik als Projektleiter beim Forschungszentrum Informatik und promovierte zum Thema Softwaresanierung und Designanalyse. Bei der Beratungsfirma Xcc entwickelte er mit seinem Team Auftragssoftware und beriet Kunden zu Themen wie Softwareprozesse und Projektmanagement. Bei Rockwell Automation Solutions war er als Campus Development Manager verantwortlich für alle Entwicklungsaktivitäten der Produktentwicklung. Seit 2009 ist er als Bereichsleiter in der Produktentwicklung verantwortlich für die Web-Produkte der Lexware und der Haufe Mediengruppe.
