Von der Altlast zu definierter Qualität – Kennzahlen-basierte Sanierung von Bestandssystemen

Jochen Winzen, andrena objects ag

Der Vortrag steht als PDF Dokument zum Download bereit.

Die Sanierung eines Systems ist eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Wurde nach einer gründlichen Analyse die Entscheidung für die Sanierung getroffen, steht man erst am Anfang eines mitunter langen und steinigen Weges. Die Entwickler müssen Code umstrukturieren, an den sich seit Jahren keiner mehr herangewagt hat. Dabei gilt es, die gesamte Funktionalität zu erhalten und zugleich die Codequalität zu verbessern. Die Steigerung der inneren Qualität des Systems ist der Hauptgrund für die Sanierung. Der Erfolg hängt dabei maßgeblich von den Erfahrungen und Kenntnissen der Entwickler ab. Der Projektfortschritt ist oft für alle Beteiligten wenig transparent.

Seit 2007 kommt matucana (vormals ISIS) bei der andrena objects ag in fast allen Projekten zum Einsatz. Monatlich werden Metriken wie Kundenzufriedenheit, Anzahl der durch den Kunden gefundenen Bugs, Testabdeckung, die Schätzabweichung und mehrere Softwaremetriken ermittelt. Diese werden zu einem Prozessqualitätsindex verdichtet, der als Basis für die Steuerung und Optimierung des Softwareentwicklungsprozesses dient. Die Daten werden gegenüber dem Kunden und dem Management publiziert (transparente Produktion).

Im Rahmen des Vortrags wird dieses Vorgehensmodell am Beispiel konkreter Projekte vorgestellt. Dabei werden insbesondere Erfahrungswerte bei der Sanierung von Bestandssystemen vermittelt, und wie matucana helfen kann, auch hier kosteneffizient die Projektziele zu erreichen.

 

Jochen Winzen Jochen Winzen ist Softwareentwickler bei der andrena objects ag. Nach vielen Jahren Programmierung mit Java liegen seine aktuellen Aufgabenschwerpunkte bei der Migration von Bestandssystemen nach Microsoft.NET und der Schulung agiler Methoden (TDD, Scrum). Er ist immer auf der Suche nach innovativen Konzepten für mehr Qualität und Produktivität. Im Forschungsprojekt MINT beschäftigt er sich mit der Evaluierung verschiedener Ansätze für die modellgetriebene Softwareentwicklung.